Europäischen Fernwanderweg E1

Teiletappen 1.4 bis 1.6 von Brekendorf bis Kiel (Strande) (69 km)
(28.04.2006 - 01.05.2006)


Wanderkarte:
1:50.000: Wander- und Freizeitkarte "Schleswig - Eckernförde" (Landesvermessungsamt Schleswig-Holstein Nr. 5),
1:50.000: Wander- und Freizeitkarte "Kiel - Plön" (Landesvermessungsamt Schleswig-Holstein Nr. 8)
Wegebeschreibung: Kompass Wanderführer "Europäischer Fernwanderweg E1"


1. Teilstück: Owschlag - Brekendorf (7 km)

Waldhütte in Brekendorf
Einkehr in der Waldhütte in Brekendorf mit eigener Wild-Herde hinterm Haus

Abfahrt um 11:28 Uhr von HB-Hbf. nach Owschlag (Ankunft 15:20 Uhr).
Von da aus führte ein Zuweg Richtung Brekendorf auf den E1 und dann weiter zum "Gästehaus Hüttener Berge" (Übernachtung/Frühstück 30,00 €)
Leider gab es dort keine Abendverpflegung, so dass wir außer Haus in der nahe gelegenen "Waldhütte" gegessen haben. Dort war das Essen gut und preiswert (Waldhüttentopf übersichtlich, Veltins 3°C zu warm, Jubi-Aquavit i.O.).
Der Wanderer muss sich aber an die ungewöhnlichen Bewirtungszeiten gewöhnen: 18:00 - 20:30 Uhr, Mi.-So.
Hinter dem Haus graste auf einer großen Wiese eine Herde Rehe mit weißen Exemplaren.

Sprechstunde Bürgermeister in Owschlag
Der Bürgermeister von Owschlag hat nur eine
halbe Stunde pro Woche für seine Schäfchen Zeit.

Unterwegs fielen dem Wanderkönig und seinen Getreuen einige merkwürdige Verhaltensweisen der Schleswig-Holsteinischen Bevökerung auf.
Der Bürgerwmeister von Owschlag stellt sich seinem Wahlvolk nur in einer wöchentlichen Sprech(halb)stunde zur Verfügung (17:00 - 17:30 Uhr).
Die Deutschlandfahnen (angesichts der bevorstehenden Fussballweltmeisterschaft) werden häufig um 90° gedreht aufgehängt (vermutlich wegen der heftigen Winde, da sonst die Fahnen leichter zerfetzen).
Außerdem scheint es in Schleswig-Holstein eine Knappheit an Sackgassenschildern zu geben.

Wetter: kein Regen, aber kühl!
Ansonsten gab es an diesem ersten Tag keine besonderen Vorkommnisse.

2. Teilstück: Brekendorf - Eckernförde (26 km)


Am Windebyer Noor
Am Windebyer Noor

Wir hatten an diesem Tag einen sehr schönen Weg vor uns, besonders die Moorlandschaft um Damendorf. Kurz vor dem Windebyer Noor haben wir den südlichen Alternativweg genommen. Zwischendurch hatten wir Gelegenheit zur Einkehr in Osterby, dort wurde gerade eine Rubin-Hochzeit (40 Jahre) gefeiert.

Das Wetter war wiederum trocken, aber kalt. Die Wegeführung führte im zweiten Teil der Etappe über einige betonierte Strecken.
Zur Übernachtung kehrten wir in das Parkhotel Eckernförde ein (gegenüber des Wellenbades). Dort gab es sehr gutes Essen und Ducksteiner, aber die Zimmer waren ohne Dusche und WC, sehr hellhörig, kein TV, aber gutes Frühstück.

Abends könnten wir das Pokalendspiel im Fernsehzimmer gucken, Bayern München hat gegen Frankfurt leider 1:0 gewonnen. Die Wirtin spendete uns Trost mit Fischergeist.


3. Teilstück: Eckernförde - Surendorf(23 km)


Der Weg an der Ostsee entlang
Der Weg an der Ostsee entlang, schön aber beschwerlich

Die ganze Nacht über hatte es geregnet, übertags aber war es trocken, teils sogar mit Sonnenschein.
Der Weg war sehr schön und naturnah, aber beschwerlich, weil er direkt an der Küste entlangführte ohne befestigte Wege.

Die erste Einkehr machten wir im "Grünen Jäger" in Altenhof (Vorsicht: die Gaststätte liegt etwas ab vom Weg und ist nicht ausgeschildert).
Die zweite Rast gab es dann in Noer (Noerer Blockhaus) am Campingplatz (Frikadelle, kleiner Salat, Weißbier) Zur Übernachtung gingen wir nach Surendorf ins "Hotel Tannenhof". Dort fanden wir einfache Zimmer und einfaches aber gutes Essen vor (Sauerfleisch). Bei König Pilsener genehmigten wir uns eine bunte Platte, ansonsten war dort nix los.
Vor lauter Langeweile setzte sich der Wirt mit an unseren Tisch, während Benno seinen Zapfjob übernahm.


4. Teilstück: Surendorf - Sctrande (Kiel)(14 km)

Am letzten Tag führte uns der Weg nach Strande entlang der Promenade, wo natürlich wegen des 1. Mai ziemlich viel los war. Am Leuchtturm konnten wir in der Sonne noch ein Weizenbier genießen und sind dann zum Busbahnhof nach Strande marschiert. Der Bus brachte uns nach Kiel und von dort ging's mit dem Wochenendticket wieder nach Bremen.


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