Europäischen Fernwanderweg E1

Teiletappen 1.7 bis 1.9 von Kiel bis Malente (52 km)
(23.05.2003 - 25.05.2003)

Wanderkarte:
1:50.000: Kompass Wander- und Radtourenkarte 715 "Kiel-Preetz-Lütjenburg",
1:25.000: "Holsteinische Schweiz" mit Wanderwegen und Radwanderwegen (Landesvermessungsamt Schleswig Holstein)
Wegebeschreibung: Kompass Wanderführer "Europäischer Fernwanderweg E1"


1. Teilstück: Kiel-Wellingdorf - Preetz (20 km)

Diesmal sind wir von Bremen aus mit einem Mietwagen von Europcar nach Kiel gefahren. Das war erheblich billiger als die günstigste Variante der Bundesbahn (63 € + Diesel von Bremen bis Kiel für 5 Personen).

Die 1000km-Marke des Wanderkönigs wird mit Köstritzer gefeiert!Die 1000km-Marke des Wanderkönigs wird mit Köstritzer gefeiert!
Die 1000km-Marke des Wanderkönigs wird mit Köstritzer gefeiert!

Der Wanderkönig hat die Prinzen eingesammelt; bei Prinz Jörn gab es dann ein Frühstück. Punkt 8 Uhr ging's los über die A1 und A7 bis Kiel. Nach der Rückgabe des Wagens in unmittelbarer Nähe des Bahnhofs, fuhren wir mit dem Bus (9:56 h, Linie 11) bis Wellingdorf. Kaum ausgestiegen fing es leicht zu regnen an, was sich auch den ganzen Tag nicht mehr wesentlich änderte. Dafür war der Weg aber um so schöner. Es ging an der Schwentine entlag fast ausschließlich über Wald- und Feldwege.
Nach 4 Kilometern in Flüggendorf konnte der Wanderkönig seine 1000-km-Marke überschreiten. In seiner unendlichen Güte hatte er für sein Wandervolk Köstritzer an Bord, so dass dieses Ereignis (garniert mit des Medicus' Landjäger) gebührend gefeiert werden konnte.
Nicht viel später erreichten wir die Oldendorfer Mühle zur Mittagsrast, ein schlichtes Lokal mit guter Gulaschsuppe, Hofbräuhaus-Bier und Forsthäusler. Dort haben wir die Trocken-Wetter-Periode abgepasst und mussten anschließend durch zunehmenden Regen den Weg fortsetzen.
Schließlich erreichten wir Preetz, wo in der Innenstadt gerade das Schusterfest vorbereitet wurde. Mit Lust auf Rhabarber-Kuchen kehrten wir dort ins Café Reimann ein und warteten den gröbsten Regen ab. Unsere Unterkunft, das Landhaus Hahn, lag Richtung Plön, so dass wir noch einige Kilometer der nächsten Etappe laufen mussten.

Das Landhaus Hahn in Preetz
Das Landhaus Hahn in Preetz

Das Gasthaus war ordentlich mit gutem, aber nicht ganz preiswerten Essen (vor 3 Jahren hätten wir kein Rumpsteak für 32 DM gegessen, heute sind 16,50 € offenbar normal geworden!). Auf die Bunte Platte haben wir in diesen Lokalitäten verzichtet, aber noch einen netten Abend an der Bar-Theke verbracht, freundlich bedient von Svenja.
Die medizinische Abteilung hatte wenig Mühe, außer beim Medicus selbst (unterm großen Zeh) waren keine Blasen zu beklagen.


2. Teilstück: Preetz - Plön (20 km)

über Wiesen und Felder
Zunächst ging der Weg über Wiesen und Felder mit guter Ausschilderung.

Vom Landhaus Hahn ging es dann auf anfangs schönem Weg Richtung Plön. Wir konnten einem Froschkonzert lauschen und Wildgänse, Fischreiher und Weinbergschnecken beobachten. Aber als wir den Wielener See hinter uns gelassen hatten, wurde die Tour zur Qual: nur noch Asphalt-Wege! Völlig unverständlich, dass es auf diesem Streckenabschnitt keine schöneren Wege geben soll. Es waren keine Schutzhütten, nicht einmal Rast-Bänke vorhanden, von Einkehrmöglichkeiten ganz zu schweigen. Eigentlich sollte uns der Weg noch vor Plön in nördlicher Richtung durch Ratjensdorf führen. Aber am Trammer See hatten wir die Nase voll. In Tramm haben wir dann den offiziellen Weg verlassen, und sind rechts um den Trammer See herum gelaufen, endlich mal ein schöner Weg. Außerdem schien mit der Streckenangabe etwas nicht zu stimmen. Wir sind 4 Stunden stramm auf Asphalt-Straßen gelaufen und sollten erst 12 km geschafft haben. In der Innenstadt von Plön sind wir dann wieder auf den E1 gestoßen und konnten dem Weg weiter folgen. In der Fußgängerzone war das kleine Lokal "Eisenpfanne" mit netter Bedienung. Nach einer Gulaschsuppe und Köstritzer vom Fass, ging's dann weiter zu unserer Unterkunft: Hotel "Goldener Kegel" mit Restaurant "Bambuspalast". Die Zimmer dort waren ok. Wir hatten ein Dreibettzimmer (eher eine Wohnung) und ein Doppelzimmer reserviert. Nach kurzer Pause und dem Drama des letzten Spieltages der Fußball-Bundesliga (Werder hat den UEFA-Cup doch noch verpasst), bekamen wir richtig gutes chinesisches Essen serviert. Leider war im Lokal nicht viel los, aber dafür haben wir mit "Bunter Platte" (die sich durch einige chinesische Geschmacksrichtungen auszeichnete) und etlichen Bieren für Umsatz gesorgt. Sieger des Abends war eindeutig Prinz Jörn, dank des glücklichen Händchens des rechts neben ihm sitzenden Wanderkönigs.

Chinesisches Lokal in Plön
Unterkunft und Restaurant beim Chinesen in Plön


3. Teilstück: Plön - Malente (12 km)

am Anleger Niederkleveez
Ein wunderschönes Lokal am Anleger Niederkleveez (Fritz fotografiert)

Von Plön aus begann ein wunderbarer Weg am Großen Plöner See, am Behler See und schließlich am Dieksee entlang bis Gremsmühlen, bzw. Malente. Am Anleger Niederkleveez nahmen wir ein letztes Paulaner Weißbier auf der sonnigen Terrasse zu uns, bevor wir in Malente direkt am Bahnhof wieder in dem bereits bekannten Lokal eine Currywurst mit Pommes und Majonaise essen konnten und ein frisch gezapftes Köstritzer genossen (genau wie vor einem Jahr, als wir von Neustadt nach Malente aus der anderen Richtung kamen).
Die Rückfahrt erfolgte mit dem Wochenend-Ticket der Bundesbahn.

Alles in allem wieder eine schöne Tour durch saftiges Maigrün und noch blühende Rapsfelder. Allerdings wurde uns erstmals richtig deutlich, dass wir in Zukunft in € anders kalkulieren müssen als noch zu DM-Zeiten.


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