Europäischer Fernwanderweg E1

Teiletappen 2.2 bis 2.3 von Soltau bis Celle (62 km)
(19.10.2001 - 21.10.2001)

Wanderkarte: 1:50.000: Topografische Karte Nieders. Landesverwaltungamt "Naturpark Südheide"
Wegebeschreibung: Kompass Wanderführer "Europäischer Fernwanderweg E1"


1. Teilstück: Soltau - Wietzendorf (16 km)

Gaststätte "Heidekrug"
Auf der Terrasse der Gaststätte "Heidekrug"

Anfahrt mit der Bundesbahn und Niedersachsen-Ticket bis Soltau, am Hbf Bremen Fritz eingeladen, in Achim ist Jörn zugestiegen. Weil das Niedersachsen-Ticket nur für 5 Personen gilt, wurde für Jörn ein Einzelticket gelöst (es war ja seine Erstwanderung, da hat er das verdient).
Der Weg ab Soltau ging direkt am Bahnhof los. Er war zwar landschaftlich sehr schön, aber mit sehr viel Asphalt.
Wir hatten etwas Sorge, dass auf diesem Teilstück die wirtshäusliche Versorgung wieder mangelhaft sein würde. Aber wir fanden die kleine Gaststätte "Heidekrug" leicht abseits des Weges (300 m), die mit einem kleinen Wegweiser direkt nach Überschreiten der Autobahn A7 ausgeschildert war. Diese Gaststätte ist weder im Wanderführer noch in der Karte verzeichnet. Die Wirtin war sehr nett und hat uns leckeres, frisch gezapftes Bier serviert. Als Dank dafür hat Dierk ihr den Besen zerbrochen, obwohl er nur einfach beim Fegen helfen wollte.

Die Mücken greifen an!
Die Mücken greifen an! Während der Wanderkönig seltsame Figuren aufführt, hat der Medicus gut lachen; an DEN roten Pullover wagt sich nicht einmal eine Mücke.

Danach ging es weiter Richtung Wietzendorf durch mückenverseuchtes Gebiet. Wir konnten kaum eine ungestörte Pause machen, ohne von den Plagegeistern gestochen zu werden. So erreichten wir schließlich unsere Unterkunft Hotel Restaurant Hartmann in Wietzendorf. Das Essen dort war o.k. und ebenso das Eis zum Nachtisch. Auch die Bunte Platte konnte sich sehen lassen. Aber der Wirt war von diesem Spiel offenbar so beeindruckt, dass er meinte, uns etwas Gutes tun zu müssen, und kredenzte uns eine Spezialität des Hauses: den 108er (ein Gemisch aus 50- und 58-%-igen Schnaps). Er vergewaltigte uns damit, indem er uns das Tablett vor die Nase hielt und sagte: "nicht absetzen". Das war ein unerwarteter Abschluß der "Bunten Platte", die eindeutig Benno als Sieger abschloss.
Eigentlich hat uns an diesem Abend nur der Männergesang des im Nachbarsaal probenden Kirchenchores gestört.

2. Teilstück: Wietzendorf - Oldendorf (26 km)

Diese Etappe war wieder landschaftlich sehr schön, uns machte aber wiederum der viele Asphalt zu schaffen. Häufig ging es durch die typischen Heideschonungen über schnurgerade breite Panzerstraßen (militärisches Gebiet), die mit ihrem tiefen Feinsand sehr mühsam zu begehen waren.
Zum Mittag kehrten wir in Müden ins "Landhotel Bauernwald" ein, wo es eine leckere aber nicht ganz billige Kartoffelsuppe gab.

Hochzeitssuite
Die Hochzeitssuite im Gutshof incl. Besatzung. Man beachte die frisch gezapften Köstritzer auf den Nach(t)tischschränkchen!

Bei der nächsten Rast in Hermannsburg gab's Kaffee und Kuchen auf einer Terrasse in voller Sonne. Kurz bevor wir aufbrechen wollten, kamen drei Harley-Fahrer und spekulierten auf unseren Tisch, was Jörn ihnen aber absolut nicht gönnte. Dass sie ihn dann doch bekamen und sich auch noch freundlich dafür bedankten, ist Jörn dann auf den Magen geschlagen.
Ab hier haben wir den E1 verlassen, da unsere nächste Übernachtung im "Gutshof Oertzetal" in Oldendorf etwas abseits des Weges lag. Wir benutzten ab Hermannsburg den Parallelweg [1] (Müden - Wolthausen). Im Gutshof war es sehr nett, obwohl die Bedienung nicht sehr plietsch war und wir lange auf unser Essen warten mussten.
Den Abschluss machten wir im gutseigenen Zickenstall ohne Zicken, ohne Jörn (Magenschmerzen) und OHNE BUNTE PLATTE.

3. Teilstück: Oldendorf - Celle (20 km)

Die letzte Pause
Die letzte Pause vor dem Ziel. Fritz kratzt sich am Kopf, Jörn schaut, wie lange er die Qualen noch ertragen muss und der Wanderkönig hat nach der langen Panzerstraße nur noch Durst.

Außerplanmäßig mussten wir bereits um 7:30 h frühstücken, weil wir noch eine lang Strecke + Rückfahrt bewerkstelligen mussten. Die Brötchen kamen leider trotz Zusage zu spät, die Eier waren zu weich (Salmonellenalarm), Dierk wollte schon einen Stern am Eingangsschild 'rausfeilen.
Abmarsch 8:30 h, schöne Heidelandschaft, wieder nur geradeaus. Eine kurze Pause kurz vor Scheuen, weil Knorpel-Benno und Waden-Jörn körperlich litten.
Wir erreichten Celle gegen 14:00 h und konnten uns noch beim Griechen einen Dönerteller essen. Dann ging's 15:06 ab Celle über Hannover (!) nach Bremen.

 

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