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Tourenplanung
Die Planung hängt natürlich davon ab, wieviel Tage man zur Verfügung hat.
Wir wandern zweimal pro Jahr, einmal im Frühjahr und einmal im Herbst. Wir versuchen es so
einzurichten, dass wir einmal eine lange Wanderung über vier Tage hinbekommen (z.B. in
Verbindung mit einem Feiertag) und einmal eine kurze über's Wochenende.
Dann steht die Auswahl der Wanderroute an. Bei den kurzen Wanderungen wird man eher
in der Nähe bleiben, während bei den langen Wanderungen eine längere Anreisezeit in Kauf
genommen werden kann. Wichtig ist, dass man verkehrsgünstige Start- und Zielbahnhöfe findet.
Das ist zunächst die größte Schwierigkeit verbunden mit der Tatsache, dass man auf der ersten Etappe
nur eine verminderte Kilometerleistung schaffen kann und auf der letzten Etappe natürlich auch.
Ist die Route ausgesucht, geht es an die Buchung der Herbergen. Zu den von den Wandervereinen
ausgearbeiteten Routen gibt es meistens gute Wegebeschreibungen, die man im Buchhandel, oder
bei den Vereinen selbst beziehen kann. Dort sind dann auch Übernachtungsmöglichkeiten angegeben.
Für einige Wanderwege gibt es Urkunden und Anstecknadeln, die bei erfolgreicher Erwanderung von den
Vereinen vergeben werden (z.B. Hermannsweg, Wittekindsweg, Weserberglandweg). Als Nachweis dienen
dann Stempelnachweise in vorgegebene Vordrucke. Die Stempelstellen geben dann häufig die
Einkehr- oder Übernachtungsmöglichkeiten vor.
Aus dem Alter der Jugendherbergsbenutzer sind wir aber herausgewachsen und wünschen uns für die
Nacht ein Hotel oder Gasthaus, in dem man möglichst auch noch gut speisen kann. Die besten
Erfahrungen haben wir mir Landgasthäusern mit angeschlossener Schlachterei gemacht. Da wird man
verwöhnt und reichlich bedient.
Die Auswahl der Unterkünfte wird aber im wesentlichen von den Etappenlängen bestimmt. Wenn möglich
versuchen wir die Strecke nicht länger als 20 km pro Tag werden zu lassen, wobei der An- und
Rückweg zu den Herbergen, die in den seltensten Fällen direkt am Weg liegen, noch hinzukommt.
Nach unserer Erfahrung sind 20 km locker zu schaffen, ab 25 km wird's schwer und in Richtung 30 km
zur Quälerei, zumindest wenn auch noch Steigungen im Laufe des Weges zu überwinden sind. Es mag
Leute geben, die darüber lächeln, aber Spaß macht's dann nicht mehr.
Bei der Suche nach den Unterkünften hilft das Internet heutzutage schon weiter, aber immer noch
erfolgreicher ist man, wenn man sich von den in fast allen Orten vorhandenen Touristen-Informationen
Unterkunftsnachweise schicken lässt. Früher war es schwierig, die richtigen Telefonnumern zu finden:
mal heißen sie Tourist-Informationen, mal Verkehrsverein, mal gab's die Unterlagen direkt im Rathaus.
Das gestaltet sich übers Internet heute ziemlich einfach. Man wir schon fündig, wenn man den Ort zusammen
mit dem Suchbegriffen "Gasthaus", "Hotel" oder "Touristik" in eine Suchmaschine eingibt. Besonders zu empfehlen ist aber
die Seite http://www.meinestadt.de, die auch den
kleinsten Ort aufführt und meistens auch die relevanten Telefonnummern angibt.
Ist das Unterkunftsverzeichnis angekommen, fällt es meisten leicht, nach den dort gemachten Angaben
ein entsprechendes Hotel oder Gasthaus zu finden.
Wenn das erledigt ist, kann's losgehen.
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