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Wander-Rucksack
Der Rucksack soll unser Gepäck aufnehmen und uns nicht quälen. Früher wanderte man mit den
fürchterlichen Gestellen, die so konstruiert waren, dass das ganze Gewicht auf den Schultern lag.
Diese Zeiten sind längst vorbei. Die heutigen Rucksäcke sind bequem zu tragen und lagern das
Gewicht auf den Hüften.
Auch hier gilt es wieder, ein gutes Fachgeschäft aufzusuchen und Rucksäcke auszuprobieren.
Ein gutes Fachgeschäft hält mit Gewichten gefüllte Muster bereit, die man dann sozusagen unter
Kampfbedingungen ausprobieren kann.
Er fängt schon mit der Frage an, wie groß der Rucksack sein soll. Die Größe wird in Literns
angegeben, und auch dabei sollte man sich von den häufig durchtrainierten und asketischen Verkäufern
in den Outdoor-Läden nicht blenden lassen. Die empfehlen häufig zu kleine Säcke, wenn Sie hören,
dass Wandertouren von "nur" drei bis vier Tagen gepnat sind. Unsere Rücksäcke liegen bei ca. 50 Litern,
wobei wir es häufig vermeiden, den vollen Stauraum auszunutzen.
Wer es auf mehr als 10 kg Gesamtgewicht (Rucksack + Inhalt bringt) hat deutlich zu viel eingepackt.
Versucht es auf 8-10 kg zu drücken, dann wird der Sack nicht zur Last. Da in ersten Linie die
Kleidung den Inhalt des Rucksacks ausmacht, ist dort sorgfältig zu kalkulieren.
Wie schon erwähnt, liegt bei den heutigen Rucksäcken die Hauptlast auf den Hüften; das hört sich
zwar unbequem an, ist es aber nicht. Den Rucksack sollte man beim Aufsetzen zunächst mit dem Hüftgurt
fest schnallen, so dass man das Gewicht bereits auf der Hüfte merkt. Danach wird er mit den kleinen
Zügeln vor den Schultern an den Rückern herangezogen. Die meisten Rucksäcke haben noch eine zusätzliche
Gurtmöglichkeit vor der Brust, die noch mehr Stabilität und Erleichterung beim Tragen bringt. Die eben
erwähnten Zügel baumeln jetzt von den Schultern herunter, meistens haben sie an den Enden kleine Schaufeln,
in denen man die Daumen einhaken kann, damit die Arme beim Laufen angewinkelt bleiben und das Blut
die Hände nicht anschwellen lässt. Auch keine schlechte Einrichtung.
Noch ein paar Worte zur Wetterfestigkeit:
Trotz aller Beteuerungen der Hersteller, dass die Rücksäcke wasserdicht sind, sollte man sich nicht
darauf verlassen. Gerade die Nähte sind häufig nihct dichtzukriegen. Deshalb empfieht es sich, das im
Rucksack befindliche Transportgut in Plastiktüten einzupacken, das ist die einfachste Methode. Es
gibt allerdings im Fachhandel auch Überzieher, sozusagen Regencapes für den Rucksack, die das Problem
auch lösen.
Ansonsten ist zum Thema "Regen" auch der Wandertipp "Wanderkleidung" zu beachten.
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