3. Winterschwimmfest
in Nienburg
„Muss
noch mal jemand aufs WC bevor wir los fahren?“ diese Frage stellte unser
Trainer kurz nach 12 Uhr am Heidberger Vereinsheim. Nachdem dieses erledigt war
und auch der letzte einen Platz in einem
von den sieben Autos gefunden hatte, ging es endlich los zum Wettkampf nach
Nienburg. Es muss schon ziemlich komisch ausgesehen haben wie sich so eine bunt
gemischte Autokolonne durch Lesum Richtung Autobahn bewegte. Schon auf dem
Beschleunigungsstreifen der A1 lösten sich zwei Autos aus der Kolonne und
setzten zum Überholen an und scherten vor dem vorausfahrenden Auto wieder ein. Einem
Fahrer wurde immer mal langweilig und überholte ein
oder zwei Autos. Die überholten Autos ließen das nicht immer auf sich sitzen
und setzten zum überholen an. Dieses Spielchen wurde aber nicht all zu lange
gespielt, irgendwann blieb die Reihenfolge bestehen. Nach einer gefühlten
Ewigkeit kamen wir dann endlich am Hallenbad in Nienburg an. Wir wurden auch
ganz schön komisch angeguckt als unsere Kolonne über den kleinen Parkplatz fuhr
und ihn wieder verließ, da keine Parkplätze mehr frei waren. Also hieß es auf
einen gegenüberliegenden Parkplatz ausweichen. Nach einer kurzen Diskussion, ob
wir dort parken durften oder nicht, ging es endlich in Richtung Schwimmbad.
Nur
wo ging es jetzt lang ins Schwimmbad? Die beste Antwort war: „Einfach dem
Chlorgeruch nach!!“ War eigentlich auch ganz logisch. Dort angekommen, stürmte
die überzahl der Heidberger erst mal in die Cafeteria. Kurz darauf wurden wir
auch schon in die Halle gelassen. In der Umkleide ging es etwas gedrängelt zu,
da die Umkleiden nicht sehr groß waren. Kaum hatten wir das Chaos in der
Umkleide bewältigt, scheuchte unser Trainer seine Schwimmer ins Wasser, da die
Zeit zum einschwimmen sehr knapp mit 30 Minuten bemessen war. In dieser Zeit
begann die Kampfrichtersitzung im Eingang der Schwimmhalle, was keine gute Idee
der Schiedsrichterin war. Die Karisitzung war ein Chaos, um sich zu
verständigen wurde durch den Raum gebrüllt, da immer wieder Leute an uns vorbei
liefen.
Kurz
darauf war der Wettkampf auch schon voll in Gange. Während die Schwimmer
zeigten was sie konnten, saßen manche Eltern draußen in der Cafeteria und
beschäftigten sich mit mehreren Tassen oder Bechern Kaffee. Nach und nach verschwanden
immer mehr Heidberger nach Hause, da für sie der Wettkampf zu Ende war. Für die
letzten Schwimmerinnen und Schwimmer wurde der Tag immer länger immer später.
Um 21 Uhr war der Wettkampf endlich zu Ende und es ging in der Dunkelheit
wieder nach Hause.